Waldschäden durch Sturmtief "Niklas"

Ende März / Anfang April 2015 zog das Sturmtief Niklas" über große Gebiete Europas hinweg. Von den Metereologen nicht als Orkan eingestuft, verursachten Orkanböen trotzdem Schäden in Wohn- und Waldgebieten.


Nachdem ein wenig Ruhe eingekehrt war, suchte ich ein Waldgebiet auf, von dem ich wusste, dass es hier zu Sturmschäden gekommen ist.


Das Areal südlich Bannensiek war mein Ziel; ein Waldstück im Forstgebiet "Finkenborn".


Seht selbst, mit welcher Wucht "Niklas" zugeschlagen und welche Schäden er im Wald zurückgelassen hatte.


Einen Wald nach einem Sturm aufzusuchen, ist nicht ganz ungefährlich. Wer es trotzdem wagt, sollte sich folgender Gefahren bewusst sein:


Nicht alle entwurzelten Bäume sind auf den Boden gestürzt. Einige hängen mehr oder weniger fest im Geäst der Nachbarbäume. Ein kleiner Windstoß könnte ausreichen, um diesen Bäum zu lösen und umfallen zu lassen. Wehe dem, der in diesem Moment unter einem solchen Baum steht.

Umgestürzte Baumstämme stehen zum Teil unter Spannung oder liegen nur lose auf anderem Geäst oder Erdanhäufungen auf. Wenn sich solchen Spannungen lösen oder die Baumstämme sich endgültig niederlegen, sollte man nicht in der Nähe stehen oder sich auf bzw. unter einem Baumstamm befinden.

Entwurzelte Bäume reißen den Untergrund auf. Es entstehen Mulden, Risse, Einschnitte und tiefe Hohlräume an den Stellen, an denen sich zuvor die Wurzelstränge befanden. Diese Hohlräume sind nicht immer im Untergrund erkennbar und man könnte darin einsacken und stecken bleiben. Die Mulden füllen sich mit Regenwasser; deren Tiefe ist nicht einschätzbar.

Dieser Gefahren bewusst begab ich mich ins Schadensgebiet. Meine Eindrücke könnte ihr gefahrlos in der nachfolgenden Fotodokumentation betrachten:


In den wenigsten Fällen knicken Baumstämme ab und brechen durch. In solchen Fällen sind entwurzelte und umstürzende Bäume die Verursacher, die während ihres Sturzes den Nachbarbaum mitreißen und unter ihrem Gewicht abknicken lassen.


In den meisten von mir beobachteten Fällen wurden die Flachwurzler im aufgeweichten Waldboden umgedrückt und fielen mit Wurzelballen um. 


Einige hundert Meter weit tief im Wald geriet ich an eine Stelle, an der merklich mehr Bäume noch schräg stehend im Geäst anderer Bäume hingen. Obacht war beim Erkunden dieser Stelle angesagt.


Wie bereits anfangs erwähnt bilden sich Hohlräume und Mulden, die sich mit Regenwasser füllen. Je nach Bodenbeschaffenheit färbt sich das aufgestaute Wasser in verschiedene Gelb-, Braun- oder Rottöne. Ein mystischer Anblick:


weitere Bilder ...

Auf dem Rückweg befindlich -die Sonnen verabschiedete sich so langsam am Horizont- entdeckte ich noch eine Stelle, die ich nicht auslassen wollte:


Die Beseitigung des Sturmschadens wird noch Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. Die erforderlichen Maschinenfahrzeuge stand jedenfalls schon Karfreitag bereit.



Die Fotos sind in diesem Areal entstanden:


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