Eisgang auf der Weser:

Eisgang auf der Weser ist ein recht seltenes Ereignis - Abwärme aus dem Kernkraftwerk Grohnde und salzige Abwässer aus den Kalianlagen verhindern das Bilden von Eisschollen. In den letzten Tagen und Nächten scheinen aber Tiefsttemperaturen bis minus 18 Grad ausgereicht zu haben, um schöne kreisrunde Eisteller entstehen zu lassen. Grund genug, die Weser in Hameln aufzusuchen (die letzte Gelegenheit, denn in den nächsten Tagen steigen die Temperaturen an und es beginnt zu tauen).

Zunächst der Bereich der Schleuse. Hier ist die Fließgeschwindigkeit nicht so hoch bzw. nicht vorhanden, so dass sich auf der Wasseroberfläche eine geschlossene Eisdecke bilden konnte. Durch nachträgliche Schneeablagerungen und Abwurf von Schneefällen ergeben sich interessante Strukturen und Motive:


Neben der Schleuse fließt die Weser etwas schneller. Die Eisteller findet man hier nicht, da das Eis bereits das Wehr überwunden hatte und auseinandergebrochen ist:


An der Schleusenwand haben sich bereits Eiszapfen gebildet:


Das gegenüberliegende Ufer ist ebenfalls mit einer Eiskruste überzogen:


Von zweiten Teilstück der Münsterbrücke blickt man auf den Bereich der Weser, der nicht gefroren ist. Hier treiben die tellerförmigen Eisschollen unter einem vorbei:



Auch von der tiefergelegenen Weserpromenade lässt sich das Eistreiben beobachten:




Schwäne und andere Wasservögel scheinen sich für Eisschollen nicht zu interessieren.


Was passiert mit den Eistellern, wenn diese über das Wehr treiben. Das schauen wir uns nun abschließend an:



Hier sind die Fotos bei eisigen Temperaturen entstanden: